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Jusos lehnen Stuttgart 21-Planung auf den Fildern ab

von admin 27. Oktober 2011 Kein Kommentar Schriftgröße: o + ++

Mischverkehr auf S-Bahn-Strecke beeinträchtigt die ganze Region

Auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Montag (24.10.11) im Bürgerhaus Möhringen sprachen sich die Jusos der Stuttgarter Filder-Stadtbezirke gegen die bisherige Planung der Streckenführung von Stuttgart 21 auf den Fildern aus. S-Bahn, Regional- und Fernverkehrszüge sollen nach dem bisherigen Planungsstand der Bahn zwischen Rohrer Kurve und Flughafen auf dem selben Gleis fahren.

“Dieser Mischverkehr ist ein Mistverkehr”, so Matthias Tröndle, Vorsitzender der Juso-AG Filder. Neben Lärm- und Sicherheitsproblemen sorge der Mischbetrieb laut SMA-Stresstest dafür, dass der gesamte S-Bahn-Verkehr in der Region “kollabieren” könne, so Tröndle. Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße sei bereits heute in einem kritischen Zustand. Jede zusätzliche Störung, wie sie bei der aktuellen Planung von S21 auf den Fildern “vorprogrammiert” sei, könne zu einem “Chaos” im S-Bahn-Verkehr führen, sagen die Jusos. “Es ist unverständlich, dass der Stuttgarter Gemeinderat und die Region diese Problematik bisher offensichtlich ignoriert haben”, so Tröndle. Schließlich sei die gesamte S-Bahn betroffen und die wünschenswerte Ausweitung der S-Bahn auf den Fildern würde mit der derzeitigen Streckenplanung letztlich abgesagt werden.

Die Jusos fordern deshalb, die bestehende Trasse auch weiterhin nur von der S-Bahn befahren zu lassen. “Der Planfeststellungsabschnitt 1.3 des Projekts Stuttgart 21 muss noch einmal auf den Prüfstand”, so Tröndle. Eine Alternativplanung müsse aber Lärmschutz für die Anwohner garantieren und möglichst ohne neuen Flächenverbrauch auskommen, so die Jusos. “Wir kritisieren, dass die schon länger aus Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen hervorgebrachten Einwände von den Verantwortlichen bisher ignoriert wurden und fordern eindringlich, die bisherige Planung zu ändern”, so Tröndle abschließend.

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